#Lieblingsspielzeug – 2: Das Playmobil-Theater

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Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Die Kinder haben endlich wieder ein Spielzeug gefunden, dem ich das Prädikat „Lieblingsspielzeug“ verleihen würde. Als ich vor rund einem Jahr diese neue Kategorie auf dem Blog eingeführt habe, hätte ich nie und nimmer gedacht, dass es so lange dauern würde, bis meine beiden etwas ähnlich Tolles und Faszinierendes finden würden, wie ihr heiß geliebtes Puppenhaus. Nach wie vor gilt: An dieses Haus kommt nichts und niemand ran, aber ich wage den Versuch, unserem neuen Herzstück eine ähnlich steile Karriere im Kinderzimmer zu prophezeien: dem Playmobil-Theater.

Ich habe diese schöne, leicht nostalgisch angehauchte Bühnenkulisse erst kürzlich bei Freunden entdeckt, als der dortige Papa für die versammelte Mannschaft eine lustige Seppl-Hotzenplotz-Geschichte inszenierte. Während wir Mamas in Ruhe Kaffee tranken, lauschte ich Szene für Szene begeistert dem Geschehen. Ehrlich gesagt weniger dem Stück, als meinen beiden wie gelähmt und auf das Playmobil-Theater starrenden Kindern, die von den Erzählungen und Figuren gänzlich in ihren Bann gezogen waren. Absolutes Highlight war jedes Mal die Umbaupause zwischen den einzelnen Mini-Episoden, denn bei diesem Theater können tatsächlich – untermalt mit Wartemusik aus dem Soundmodul – die Kulissen getauscht werden. Neben einer Waldvariante steht auch das glamouröse Zuhause der Theaterfamilie zur Auswahl und somit gibt es zwei spektakuläre Schauplätze, an denen gespielt werden kann.

Theaterliebe – in echt und auch im Spiel

Mir war schnell klar: Das brauchen wir auch! Denn das Töchterchen geht nicht nur im echten Leben wahnsinnig gerne selbst ins Kindertheater (und ich auch mit ihr), sondern sie liebt es allem voran, Geschichten vor- und nachzuspielen. Die Ähnlichkeit zum Puppenhaus lag natürlich auf der Hand, und ich habe mich kurz gefragt, ob es nicht auch das bereits vorhandene Playmobil-Equipment und ein daraus selbst gebautes Haus als Theaterkulisse tun würden. Vermutlich schon, aber die mitgelieferten Figuren, das Soundmodul mit verschiedenen Hintergrundmelodien und Klatschgeräuschen sowie die Bühne selbst mit ihren Umgestaltungsmöglichkeiten haben mich schlicht und ergreifend überzeugt. Auch der Charme des Altertümlichen hat sofort mein Herz berührt, da es das Theater nicht mehr offiziell zu kaufen, sondern nur noch bei Ebay Kleinanzeigen zu ergattern gibt. Gesagt, getan.

Und jetzt haben wir es also hier, das Playmobil-Theater, und neben dem Nachwuchs sind natürlich auch wir Eltern immer wieder gerne als Hobby-Regisseure gefragt. Denn „Soll ich Euch ein Theaterstück vorführen?“ ist zwar eine sehr beliebte und oft in Erscheinung getretene Frage geworden, doch die zwei Kleinen genießen es beide ebenso sehr, den frei erfundenen Geschichten ihrer Eltern zu lauschen. Am allermeisten hat es natürlich das Töchterchen gepackt, der ich insgeheim schon eine Schauspiel-Karriere andichten wollen würde. Das Einfordern von Umbaupausen, Klatschmomente beim Publikum und der richtige Background-Sound; alles Dinge, die ihrer Meinung nach kompetent berücksichtigt werden müssen. An Geschichten mangelt es uns nicht, denn hier passiert täglich soviel Buntes und Verrücktes, dass wir mit dem Drehbuch-Schreiben kaum hinterher kommen.

Es sind natürlich nicht nur das Puppenhaus oder jetzt auch das Theater, mit dem meine beiden gerne spielen. Puzzle machen, Duplotürme bauen und auch die Parkgarage stehen im Kinderzimmer hoch im Kurs. Mir geht es hierbei aber um jene Dinge, denen sie sich wirklich über einen längeren Zeitraum völlig vertieft widmen können und die sie jeden Tag aufs Neue mit purer Leidenschaft und Begeisterung bespielen. Dinge, die ihnen nie langweilig werden, auch wenn man sie bereits unzählige Male in der Hand hatte. Das zu erreichen, ist schon eine ganz schön tolle Sache.

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2 Kommentare bei „#Lieblingsspielzeug – 2: Das Playmobil-Theater“

  1. Meli Löhlein sagt: Antworten

    Liebe Julia, bei deinem Beitrag hat mich auch gleich das Theaterfieber wieder gepackt 🙂 Ein paar Tage später nur mal so bei Ebay gestöbert … Da mein Kleiner bald Geburtstag hatte, wäre das doch ein lustiges Geschenk (auch für Mama). Am Geburtstag war dann das Angebot so groß, dass ich es noch zurückstellte. Vielleicht bis Weihnachten? Doch dann wurde er krank und konnte nicht raus zum Spielen und ich hatte diese zauberhafte Ablenkung. Wir haben schön mit Kasper, Krokodil, Soundmodul und Kulissenumbau gespielt. Das Krokodil wurde mit Gummibärlies besänftigt, denn die mag es so gerne und macht es gleich sympathisch. Den Abgang machten dann die Darsteller durch den Subwoofer, den Papa dann am Abend aufschrauben durfte, um Kasperle und Co. zu befreien. Was für ein Erlebnis! Danke für den schönen Tipp, ich lese gerne weiter deinen Blog und schwelge nochmal in Theaterzeiten. Liebe Grüße Meli

    1. Hey liebe Meli,
      meine Güte, wie süß, das ist ja total lieb!! Grad erst gelesen… Freut mich riesig, dass Euch das Theater so gut gefällt und es zur Genesung Deines Kleinen beitragen konnte! Und ja, ich denke auch noch hin und wieder an Mephisto und Faust in jeweils 10-facher Besetzung… 🙂 Das waren schon tolle Zeiten!
      Alles Liebe,
      Julia

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